Amalgam

In meiner Praxis werden keine Amalgamfüllungen gelegt, da aus meiner Sicht zahlreiche Gründe gegen die Verwendung dieses toxischen Materials sprechen.

Amalgam wird im Jahre 2010 noch immer von den Krankenkassen als – für den Patienten kostenfreie – Regelversorgung angesehen, es muss aber andererseits von uns Zahnärzten als Sondermüll behandelt und entsprechend durch Recyclingunternehmen entsorgt werden.
Außerhalb des Menschen wird Amalgam als giftiger Sondermüll eingestuft.
Damit das Amalgam, das durch uns Zahnärzte aus dem Mund entfernt wird, nicht in den Wasserkreislauf gelangt, kommen so genannte Amalgamabscheider zum Einsatz.

Mit Wirkung vom 01. Juli 1995 wurden vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) Einschränkungen der Amalgamanwendung angeordnet.
Hier heißt es u.a., dass Amalgam nicht angewendet werden darf bei:

  • Amalgamallergie (nachgewiesen)
  • Schwangerschaft
  • Frauen und Mädchen im gebärfähigen Alter
  • Kinder unter 6 Jahren
  • Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen
  • retrograden Wurzelfüllungen

In Schweden wurde 2009 durch das Umweltministerium der Gebrauch von Quecksilber generell verboten.

Was ist Amalgam?

Amalgam besteht zu 50% aus flüssigem Quecksilber und der Rest aus einem Pulver, das sich aus Silber, Zinn, Kupfer, Indium, Quecksilber und Zink zusammensetzt.

Gesundheitliche Bedenken

Das schwerwiegendste Argument gegen Amalgam sind die möglichen Gesundheitsrisiken, die sich aus dem hohen Quecksilberanteil von 51% ergeben. Aus Dentalamalgamen löst sich täglich in geringen Mengen Quecksilber, besonders beim Kauen, Zähneputzen u.a. Verstärkt wird dieser Prozess z.B. durch Kaugummikauen und Zähneknirschen.
Zudem sind auch die anderen Amalgambestandteile toxisch (giftig).

Quecksilberdämpfe sind besonders gefährlich, da sie vollständig in den Lungenbläschen (Alveolen) aufgenommen werden. Von dort gelangt das Quecksilber in das Blut und mit diesem innerhalb weniger Minuten durch den ganzen Körper. In dieser Form kann es direkt die Schutzbarriere unseres Gehirns, die Blut-Hirn-Schranke überwinden und hier zu schweren Schädigungen des Nervensystems führen.

Anorganische Quecksilberverbindungen werden durch die Nieren ausgeschieden und können diese stark schädigen.

Organische Quecksilberverbindungen werden durch den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Sie sind sowohl durch die Plazenta, als auch durch die Muttermilch übertragbar.

Sollte ich mir meine Amalgamfüllungen entfernen lassen?

Bei der Entfernung einer Amalgamfüllung werden verstärkt Quecksilberverbindungen aus dem Amalgam freigesetzt, deshalb wird in unserer Praxis nicht wahllos jede Amalgamfüllung ausgewechselt.
Wir untersuchen jeden Zahn mit Lupenbrille, Speziallicht und intraoraler Videokamera.
Durch dieses Verfahren erkennen wir Schäden bzw. Hinweise auf Schäden schnell. Wir erklären Ihnen gerne, welche Füllungen ausgetauscht werden sollten.
Gerne können Sie sich bei uns auch eine zweite Meinung zu einer geplanten Behandlung einholen.